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Tolles Hotel am falschen Ort
Das Louis Princess Beach in Larnaca liegt am Dekéleia Beach. Trotz Buchung Landseite bekamen wir Mitte Mai 2008 wunderschöne Zimmer im Annex mit Blick auf’s Meer und den Pool. Alles war komplett neu! Das Bad war super sauber, die neuen Möbel sehr geschmackvoll (Schrankbeleuchtung!), die Betten hart, da praktisch fast unbenutzt. Ein Kühlschrank und ein Flachbildschirmfernseher (ZDF) waren auch vorhanden. Die Zimmereinigung erfolgte täglich, und es war immer picobello!
Ein Adapter wurde gegen 5 EUR Kaution an der Rezeption ausgehändigt. Die Klimaanlage funktionierte bis auf einen Tag hervorragend. Zweimal wurde das Wasser über Tag abgestellt, man sollte also immer 1-2 Flaschen Stilles Wasser auf dem Zimmer bereit halten!!!
Wider Erwarten war in der ersten Woche auf der wunderschönen Außenterrasse neben der Poollandschaft immer noch Platz, wenn man zum Frühstück oder Abendessen ins King’s Restaurant ging. Manche bevorzugen eben die kurzen Wege zum Buffet… In der zweiten Woche musste man schon mal „pünktlich da sein“ oder später gehen.
Es gab ein sehr(!) reichhaltiges Frühstücksbüffet: mehrere Sorten Marmelade, Honig, getrocknetes Obst, Walnüsse, mehrere Sorten Cornflakes, Müsli etc., 5-7 Sorten Wust (sogar Salami und eine Art Kasseler), ein Käsebrett (leider morgens kein Schnittkäse), Kuchen und Muffins, frisches und konserviertes Obst, frischen Obstsalat, mehrere Sorten Joghurt, Brötchen, zwei Sorten Toast, Croissants, eine Art Rollkuchen, verschiedene Brotsorten, Butter und Margarine, Eier in allen Variationen, Frankfurter Würstchen, Bohnen in Tomatensauce, gebratenen Speck etc., Tomaten, Gurken, Oliven, geräucherten Fisch….
Die Kaffemaschine bot u. a. Espresso, normalen, Kaffee, Cappuccino, heißes Wasser für Tee (Kamille, Pfefferminze, Pfirsich, Johannisbeere und schwarzen), Kakao; Nescafe mit und ohne Koffein stand auch zur Verfügung. Ananas-, Apfel und Orangensaft sowie stilles Wasser wurden auch angeboten.
Abends waren Themenabendes angesagt, wie King’s Night, Zypriotisches Buffet, Italienisches oder auch ein Grillabend. Die Speisenauswahl war weit reichend. Es gab ein großes Salat-Büffet und etliche Behälter mit warmen Speisen (Pute, Hähnchen, Rind, Schwein, Lamm, diverse Fischsorten)sowie ein umfangreiches Nachspeisen-Büffet. Die Büffet-Behälter und Schalen wurden auch ständig nachgefüllt.
Auch wenn man in der zweiten Woche wieder von vorne anfing, war das kein Problem. Selbst der größte Nörgler hatte hier nichts zu bemängeln. Zum Essen servierte man Weiß- oder Rotwein und auch Rosé. Natürlich gab es auch Bier (KEO), Wasser und Soft Drinks etc.
AI ging übrigens von 10. 30 Uhr bis Mitternacht, im Katalog stand es ja anders. Es gab außer den o. g. Getränken diverse Cocktails z. B. Brandy Sour, Sherrys, Liköre (z. B. Filfar, zyprotischer Orangenlikör) und Commandaria (Dessertwein) , Frappé (auch entkoffiniert), „Zypriotischen Kaffee“ etc.!
AI absolutes Muss!!!! (Kosten im Hotel: Bier: 3, 60 EUR, Wein: Glas 2, 65 EUR, Karaffe 9,-- EUR, Stilles Wasser: 1, 90 EUR, Soda und Soft Drinks: 2, 35 EUR, Brandy Sour: 3, 60 EUR, andere Cocktails: 5, 65 EUR, Frappé: 3, 25 EUR, Zypriotischer Kaffee: 2, 35 EUR…..) 1, 5 l Soda, die bei uns in vielen Discountern 19 Cent kosten, kosteten auf Zypern zwischen 1, 70 und 2, 30 EUR.
Das Personal war sehr nett und bemüht, aber die meisten im Service waren nicht von Zypern. Griechisch-Sprachkenntnisse überforderten die Bedienung daher häufig. Englisch klappt immer, Deutsch ist noch ein kleines Problem. Ein Niederländer sprach ganz gut deutsch, was für einige Gäste eine Erleichterung war.
Das Queen’s Restaurant (Mittagessen wird dort eingenommen) liegt zwischen dem Poolbereich und dem super schmalen nicht besonders schönen Strand (Deswegen der falsche Ort!). Es ist eine Kreuzung aus Carport und Scheunendachkirche!!! Aber funktionell, passt aber nicht zu der sonst so ansprechenden Gestaltung der Anlage. Auch das Mittagessen war gut (Salatbüffet, warme Speisen, Nachtischbüffet). Jeden Mittag wurde gegrillt, dadurch kamen einige Gäste, die in der Nähe des Grills auf ihren Liegen lagen, in den Genuss von viel Qualm!! Also Achtung bei der Liegenauswahl!
Das abendliche Unterhaltungsprogramm war leider nicht so toll. Mehrere Abende spielte und sang ein Alleinunterhalter, der sich lieber auf das Spielen hätte beschränken sollen! Klasse war der Auftritt von Elvis (sonntags: King’s evening). Ansonsten gab es einmal die Woche Minidisco, ein Musik-Ratespiel (Angesprochen wurden jedoch nur englische Gäste.), Karaoke (Motto: es blamiert sich jeder so gut er kann!) und Folklore. Zudem machte ein DJ manchmal Musik, der seine Sache wiederum sehr gut machte.
In der ersten Urlaubswoche (Mitte Mai) war ein Jäckchen am Abend nicht verkehrt, in der zweiten Woche war es schon wesentlich heißer und die Abende warm.
Larnaca ist ein guter Ausgangspunkt für Ausflüge. Wer sich jedoch viel vorgenommen hat (Wir hatten den Mietwagen zehn Tage; Benzin 1, 06 EUR / Liter), sollte lieber eine Woche das Princess und dann ein Hotel in der Gegend von Paphos buchen. Die Akamas-Halbinsel (Polis)war 180 KM entfernt, die haben wir nicht mehr geschafft.
Die Strände bei Larnaca sind nicht der Hit. Wir besuchten also u. a. den berühmt berüchtigten Nissi Beach in Agia Napa, aber nur kurz, der Strand ist top, Wasser in allen Farbnuancen, aber die Beschallung und das Ballermanngetue – nein danke. Sandy Beach war ähnlich.
Dann versuchten wir es in Protaràs: die Green Bay war total ruhig und man konnte super entspannen. Besonders gefallen hat uns der Governeur’s Beach, herrliches Wasser am schwarzen Strand mit weißen Felsen – wunderbar. Ebenfalls SEHR schön war der Kermia Beach bei Agia Napa (in Richtung Kap Greco), ein öffentlicher und doch ruhiger und flacher herrlich blauer Strand am gleichnamigen Hotel. Das flache Wasser war in der Vorsaison auch recht warm.
Die üblichen „Liegen-Reservierer“ gab es im Hotel Louis Princess natürlich auch, in der Vorsaison fand man aber immer ein Plätzchen, teilweise auch unter den schattigen Palmen. Der Pool war sehr sauber. Die besten Tage hinter sich hatte jedoch der Fitnessraum.
Es gab viele ältere englische Gäste im Hotel, deutsche (Mittelalter) und Niederländer, wenige „osteuropäischen Gäste“, die definitiv nicht auffielen.
Sehenswert fanden wir die Ausgrabungen von Paphos (Eintritt 1, 71 EUR) und das Kykko-Kloster sowie die Panagia in Asinou.
Nicht empfehlenswert ist das Dorf Lefkara (Stickereien und Silber). Die schöne Kirche war leider geschlossen und mehr bietet der Ort nicht. Auf den Geschäftsstraßen herrschte regelrechtes Basarverhalten. Stehen bleiben konnte man nicht, schon wurde man angequatscht. Lästig!
Interessant ist natürlich die Grenze, nicht nur in Nikosia! Man sollte durchaus Pyla mal besuchen, das Dorf in der Pufferzone, wo noch griechische und türkische Zyprioten zusammenleben. Die „Blauhelme“ (in kurzen Hosen!!) bewachen den Dorfplatz! Dort sollte man den Laden von Mrs. Tricia Church besuchen (The Bead Workshop, Nebenstraße), sie fertigt Schmuck zu zivilen Preisen an und liefert ihn auch ins Hotel.
Ein Ausflug nach Famagusta in Nordzypern war auch sehr lohnenswert!
Generell sollte man auf Zypern aber nicht auf griechisches Flair hoffen. Britannien lässt grüßen.
Ausflüge werden von allen Veranstaltern zu sehr unterschiedlichen Preisen angeboten, vor dem Hotel war zudem ein Reisebüro, dort wurden die gleichen Trips noch günstiger angeboten. TUI bot im Mai 2008 den Tagesausflug Kairo Special (Museum, Pyramiden, Mittagessen im 5*-Hotel, Mini-Nilkreuzfahrt) für 199,-- EUR anstatt 360,-- EUR an.
Beispiel: Halbtagesausflug Famagusta / Salamis 61, -- EUR bei 1-2-Fly, Tagesausflug Famagusta / Salamis / Kyrenia + Mittagessen bei Alltours 82, -- EUR; Famagusta 33, -- EUR im Reisebüro vor dem Hotel
Fährt man mit dem Mietwagen von Larnaca zum Hotel, sollte man die Autobahn-Ausfahrt 58 (Oroklini) nehmen, um zum Hotel zurück zu kommen, von Agia Napa kommend die 60. Ausfahrt.
Die beste Straßenkarte war im Dumont direkt Reiseführer, der Reiseführer vom Michael-Müller-Verlag war diesmal leider enttäuschend, da die Wegbeschreibungen ungenau waren. Straßenkarten gab es auch kostenlos am Flughafen (bei der Kofferausgabe).
Transfer Flughafen / Hotel ca. 20 Minuten (Kein Fluglärm)
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